Es kommen immer wieder Fragen oder Diskussionen auf, ob man die blau gelben Gassen denn überhaupt bräuchte. Man hätte weiße Schläuche, damit könne man doch auch ein Quadrat legen.
Natürlich geht das! Und natürlich kann man das Pferd sehr gut auch ohne blau-gelbe Farben trainieren. Schließlich wurde das Jahrhunderte lang so gemacht, und das sehr erfolgreich.
Nur - das ist dann halt kein Equikinetic ;)
Man kann sein Pferd sehr gut longieren. Man kann sein Pferd sehr gut in der Quadratvolte longieren. Und man kann es sehr gut in der Quadratvolte longieren und gleichzeitig aufmerksamer machen mit Hilfe optischer Farbreize.
Wieso ich das möchte?
Nur wer aufmerksam ist, ist aufnahmefähig. Nur wer aufmerksam ist, kann sich Dinge merken und im Langzeitgedächtnis abspeichern. Und nur, was im Langzeitgedächtnis gespeichert ist, kann zuverlässig wieder abgefragt werden. Das gilt nicht nur für die Vokabeln, die wir in der Schule gelernt haben, sondern auch für Bewegungen, die der Körper durchführt bzw. für neue Bewegungen, die das Pferd erlernen soll.
Und genau darum geht es doch in der Equikinetic. Dass das Pferd lernt, in der Quadratvolte, also in gebogener Form, geradegerichtet zu laufen. Das heißt, stellen wir uns das Pferd auf Schienen vor, fußt der rechte Hinterhuf in die Spur des rechten Vorderhufs und der linke Hinterhuf in die Spur des linken Vorderhufs. Dieses Bewegungsgefühl, das beim dadurch Pferd entsteht, findet es gut. Es merkt, dass es ihm leichter fällt, so um die Kurve zu kommen, dass es sich richtig anfühlt. Wie ein Tänzer, bei dem bei einem komplizierten Tanzschritt endlich der Groschen fällt. Er wird es weiter üben müssen und sicherlich wird es noch oftmals nicht so klappen, wie er es sich vorstellt. Aber wo ein guter Schritt ist, sind auch weitere, und irgendwann wird die ganze Bewegung instinktiv richtig ausgeführt.
Genauso ist es bei unserem Equi-Pferd. Die richtige Bewegung wird es auch ohne blau-gelbe Gassen erlernen können. Aber wieso sollen wir ihm nicht helfen, das Ganze schneller und nachhaltiger zu erlernen?
Dieser Blog ist für alle, die Pferde lieben und ihrem vierbeinigen Partner auf Augenhöhe begegnen wollen. Er soll keine Reitlehre darstellen - dafür gibt es weitaus geeignetere Reiter - aber zum Denken anregen und vielleicht an der ein oder anderen Stelle den Blick über den Tellerrand hinaus liefern. Ihr dürft meine Seite auch gerne liken :D https://www.facebook.com/pfairdegerecht/
Donnerstag, 13. Juni 2019
Montag, 25. Februar 2019
Wer rastet, der rostet
Seit bestimmt fünf Jahren reite ich den Pedro jetzt schon nicht mehr voll, und er hat kontinuierlich abgebaut. Anfangs noch langsam und unauffällig, aber spätestens seit er mit einer Sehnenverletzung länger aus der Herde genommen war, konnte man dem "Verfall" zusehen. Er hat auch ein wenig zurückstecken müssen, da ich andere Pferde mitgeritten bin und dann kamen noch zwei Kinder dazu, und dann nach der Elternzeit auch wieder die Arbeit...
Lange Rede, kurzer Sinn: Das hat ihm nicht gut getan. Man hat es an den fehlenden Muskeln gesehen, an den traurigen Augen und nicht zuletzt *hüstel* an dem sehr ausladenden Bauch... (ok, auch hier fehlen schlicht die Bauchmuskeln). Ich beschloss dann, daran etwas zu ändern und wagte die Gratwanderung zwischen "zu viel" und "zu wenig".
Generell bin ich immer noch zu vorsichtig, aber ich bin mir sicher, jeder Schritt, den er tut, ist gut für seine Gelenke, seine Muskulatur und nicht zuletzt für seine Seele. Deswegen ein Appell an alle Rentnertier-Besitzer: Auch wenn sie nur noch bedingt reitbar sind, eure Pferde freuen sich über jede Abwechslung und der Körper dankt es euch, indem er noch ein wenig länger funktioniert!
Und damit euch das Ganze auch ein wenig Spaß macht, hier mal ein paar Anregungen, wie man auch im Gelände bei einem gemütlichen Spaziergang ein wenig gymnastizieren kann:
Gerade aktuell liegen überall schöne Baumstämme herum, die man überqueren kann. Nehmt euch also unbedingt Kappzaum, Kurz-Longe oder langen Führstrick und eine Gerte mit (nein, nicht zum drüber hauen ;) kann ganz sinnvoll als verlängerter Arm dienen)
Wie fleißig er davor schon herantritt!
Dann, schon fast aus dem Bild, sieht man die schöne Hinterhand-Aktivität, bedingt durch den Baumstamm (der da schon längst überschritten ist, aber Pedro war schon immer übervorsichtig ;))

Weiter gehts dann bergauf / bergab. Auch hier ist er fleißig im Schritt mit der Hinterhand.
Schritt ist dabei übrigens - wenn fleißig vorwärts gegangen - sehr effektiv für den Muskelaufbau!
Wo es bergauf geht, geht´s auch wieder runter. Deswegen bin ich bei Pedro mit der Übung sehr sparsam. So wertvoll sie ist, bergab mag er einfach nur noch ungern gehen. Also immer auch die Mimik des Pferdes beobachten: Kräuseln sich die Lippen oder legt es die Ohren zurück? Schüttelt es unwirsch den Kopf oder bewegt es sich ganz einfach vorsichtiger und zurückhaltender? Dann ist in der Regel auch etwas. Pferde wollen uns nicht ärgern und sie können nicht reden. Sie zeigen uns auf ihre Weise, wenn etwas nicht passt. Und es ist unsere Verantwortung, es entsprechend zu deuten.

Trotzdem muss die andere Seite noch mal ran.* Gerade, wenn man nicht mehr viel mit den Pferden macht, ist ein Gleichmaß der Arbeit noch einmal doppelt so wichtig! Wenn ich rechts einmal den Berg hoch und wieder runter bin, dann mach ich das links rum auch noch mal. So wird er beidseitig gymnastiziert und gleichmäßig belastet. Man sieht auch hier, wie schön er mittritt und dank eines Baumstumpfs hat er sogar eine schöne Biegung ;)
Was man auch jederzeit sehr gut machen kann, ist übertreten lassen. Der unebene Boden stört dabei überhaupt nicht - im Gegenteil: die unterschiedlichen Boden-Beschaffenheiten stärken Muskeln, Sehnen und Bänder! (natürlich alles in Maßen... Löcher, rutschiger Matschboden etc. ist natürlich nicht empfehlenswert).
So wird die Rentner-Bespaßung zu einem echten Spaß für Pferd und Reiter! Und nebenbei tut ihr nicht nur eurem Pferd etwas Gutes - sondern auch eurem Körper :)
In diesem Sinne - bis zum nächsten Mal!
*man erkennt ja die Ausmaße des "Bergs". Wenn ein Pferd als Fluchttier so etwas nicht mehr schafft, dann muss man sich ganz andere Gedanken machen...
Lange Rede, kurzer Sinn: Das hat ihm nicht gut getan. Man hat es an den fehlenden Muskeln gesehen, an den traurigen Augen und nicht zuletzt *hüstel* an dem sehr ausladenden Bauch... (ok, auch hier fehlen schlicht die Bauchmuskeln). Ich beschloss dann, daran etwas zu ändern und wagte die Gratwanderung zwischen "zu viel" und "zu wenig".
Generell bin ich immer noch zu vorsichtig, aber ich bin mir sicher, jeder Schritt, den er tut, ist gut für seine Gelenke, seine Muskulatur und nicht zuletzt für seine Seele. Deswegen ein Appell an alle Rentnertier-Besitzer: Auch wenn sie nur noch bedingt reitbar sind, eure Pferde freuen sich über jede Abwechslung und der Körper dankt es euch, indem er noch ein wenig länger funktioniert!
Und damit euch das Ganze auch ein wenig Spaß macht, hier mal ein paar Anregungen, wie man auch im Gelände bei einem gemütlichen Spaziergang ein wenig gymnastizieren kann:
Gerade aktuell liegen überall schöne Baumstämme herum, die man überqueren kann. Nehmt euch also unbedingt Kappzaum, Kurz-Longe oder langen Führstrick und eine Gerte mit (nein, nicht zum drüber hauen ;) kann ganz sinnvoll als verlängerter Arm dienen)
Dann, schon fast aus dem Bild, sieht man die schöne Hinterhand-Aktivität, bedingt durch den Baumstamm (der da schon längst überschritten ist, aber Pedro war schon immer übervorsichtig ;))
Weiter gehts dann bergauf / bergab. Auch hier ist er fleißig im Schritt mit der Hinterhand.
Schritt ist dabei übrigens - wenn fleißig vorwärts gegangen - sehr effektiv für den Muskelaufbau!
Wo es bergauf geht, geht´s auch wieder runter. Deswegen bin ich bei Pedro mit der Übung sehr sparsam. So wertvoll sie ist, bergab mag er einfach nur noch ungern gehen. Also immer auch die Mimik des Pferdes beobachten: Kräuseln sich die Lippen oder legt es die Ohren zurück? Schüttelt es unwirsch den Kopf oder bewegt es sich ganz einfach vorsichtiger und zurückhaltender? Dann ist in der Regel auch etwas. Pferde wollen uns nicht ärgern und sie können nicht reden. Sie zeigen uns auf ihre Weise, wenn etwas nicht passt. Und es ist unsere Verantwortung, es entsprechend zu deuten.
Trotzdem muss die andere Seite noch mal ran.* Gerade, wenn man nicht mehr viel mit den Pferden macht, ist ein Gleichmaß der Arbeit noch einmal doppelt so wichtig! Wenn ich rechts einmal den Berg hoch und wieder runter bin, dann mach ich das links rum auch noch mal. So wird er beidseitig gymnastiziert und gleichmäßig belastet. Man sieht auch hier, wie schön er mittritt und dank eines Baumstumpfs hat er sogar eine schöne Biegung ;)
Was man auch jederzeit sehr gut machen kann, ist übertreten lassen. Der unebene Boden stört dabei überhaupt nicht - im Gegenteil: die unterschiedlichen Boden-Beschaffenheiten stärken Muskeln, Sehnen und Bänder! (natürlich alles in Maßen... Löcher, rutschiger Matschboden etc. ist natürlich nicht empfehlenswert).
So wird die Rentner-Bespaßung zu einem echten Spaß für Pferd und Reiter! Und nebenbei tut ihr nicht nur eurem Pferd etwas Gutes - sondern auch eurem Körper :)
In diesem Sinne - bis zum nächsten Mal!
*man erkennt ja die Ausmaße des "Bergs". Wenn ein Pferd als Fluchttier so etwas nicht mehr schafft, dann muss man sich ganz andere Gedanken machen...
Donnerstag, 31. Januar 2019
Die Kraft der Pause
Worüber ich mir viel Gedanken gemacht habe, ist das Thema
Pause. Oder besser Erholungszeit. Nicht nur innerhalb des Trainings, bei dem bei
der DA und in der Equi durch das Zeitintervall-Training auch sehr viel Wert
gelegt wird, sondern vor allen Dingen um den Pausentag nach einer anstrengenden
Trainingseinheit.
Die Pause am Tag nach einer Equi-Einheit ist ja nicht Equi-Spezifisch.
Die Pause danach gehört zu jedem anstrengenden Training wie ein Seitengang, ein
Oxer oder ein fleißiger Galopp in steilem Gelände. Der Unterschied: Mit dem
Absteigen nach der Trainingseinheit hakt der Reiter die Stunde für sich ab und
macht sich dann keine Gedanken mehr darüber, was danach kommt. Im Gegenteil –
oft steigt man gerade nach guten Tagen gleich am nächsten Tag noch mal auf,
weil man auf seinen Erfolg vom Vortag aufbauen möchte.
Wann gibt es dann in der Regel einen Pausentag? Entweder er
ist fest installiert – bedingt durch die Arbeit oder andere private
Verpflichtungen – oder man gibt dem Pferd mal frei, wenn es halt grad passt. Wie
man am Vortag der Pause gearbeitet hat, wird dann aber oftmals gar nicht beachtet.
Das ist dann nicht schlimm, wenn das Pferd auf seinem
bestehenden Leistungsniveau geritten wird und die Muskeln nicht „herausgefordert“
werden. Aber sobald der Muskel über seine aktuelle Leistungsgrenze hinweg
arbeiten soll, er also quasi einen Wachstumsimpuls erhält, dann braucht er eine
Pause. Denn der Muskel wächst in der Pause. Und nicht bei der Arbeit.
Dabei ist es völlig unabhängig, ob das Pferd nun durch
anstrengende Springgymnastik oder einen hügeligen Geländeritt an seine
Leistungsgrenze gebracht wurde. In dem Moment, in dem das Pferd die maximale
Belastung des Muskels erreicht oder überschreitet, durchläuft der Muskel
folgende Prozesse (vereinfacht):
- Kompensationsphase zur Regeneration und Reparatur kleinerer
Muskelfaserrisse
- Superkompensation: Der Muskel passt sich den gesteigerten Anforderungen an. Hier findet die Größenzunahme statt!
Unterbricht man nun die Erholungsphase und der Muskel kann
sich nicht vollständig regenerieren, wird die Muskulatur übertrainiert und kann
im schlimmsten Fall sogar abgebaut werden.
Ich werde mir künftig an die eigene Nase fassen und
versuchen, meine Woche etwas besser durchzuplanen. Gerade, wenn man nämlich
einen festen Pausentag hat, dann lässt sich dieser ja wunderbar in das
wöchentliche Training integrieren. Indem man am Vortag zum Beispiel Equikinetic
macht ;)
Foto: Pixabay.de
Montag, 3. September 2018
Wie versprochen, habe ich auch Videos gedreht! Meine Idee war es, euch zu zeigen, wie Eberhard Weiß, Ideengeber und Erfinder des Trapezmuskelentlastungs-Pads, seine Sättel polstert und wie weit man das Ganze treiben kann. Letzteres sieht man an Pedros Sattel (unteres Video). Pedro ist wirklich hoch empfindlich und hat sich mit diesem Sattel aber am Ende aber richtig wohl gefühlt.
Leider stehen mir keine technischen Raffinessen zur Verfügung, um Videos schön zu schneiden oder Hintergrundgeräusche zu filtern. Außerdem bricht das erste Video plötzlich einfach ab... aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen ;) Viel Spaß beim Schauen!
Leider stehen mir keine technischen Raffinessen zur Verfügung, um Videos schön zu schneiden oder Hintergrundgeräusche zu filtern. Außerdem bricht das erste Video plötzlich einfach ab... aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen ;) Viel Spaß beim Schauen!
Mittwoch, 22. August 2018
Doppelt oder einfach gebrochen? Um´s Gebiss geht´s natürlich
Als ich die Bilder zu den Hengstzähnen gemacht habe und
sozusagen eh gerade am Pferdemaul rumfuhrwerkte, möchte ich euch auch gleich
noch etwas zweites zeigen.
Der Irrglaube, dass ein zweifach gebrochenes Gebiss für das Pferd angenehmer wäre, als ein einfach
gebrochenes Gebiss, hält sich hartnäckig. Wegen des Nussknackereffektes etc. (dass das bei der gewünschten einseitigen Zügelhilfe gar nicht
passieren kann und dass dieser Effekt auch bei zweifach gebrochenen Gebissen
auftaucht, lasse ich jetzt mal dahingestellt ;))
Trenst mal euer Pferd auf und schaut anschließend seitlich ins Maul rein. Der zahnfreie Zwischenraum ist die Lade, und da kommt
das Gebiss zum liegen. Das einfach gebrochene Gebiss hat nun sein Gelenk
mittig, es liegt auf der fleischigen Zunge auf und auf der empfindlichen Lade
sind die geraden Seitenteile.
Bei einem doppelt gebrochenen Gebiss liegen aber die Gelenke
des Gebisses auf der Lade und drücken so bei jeder Kontaktaufnahme direkt mit
dem Gelenk auf die empfindliche Stelle des Zahnfleischs.
Ich finde, das ist doch schon Grund genug, seinem Pferd kein
doppelt gebrochenes Gebiss anzutun, oder nicht?
Schön nachzulesen zu diesem Thema kann man auch hier: https://www.hofreitschule.news/welches-gebiss-passt-zu-meinem-pferd-18616.html.
Mittwoch, 8. August 2018
Auf den Zahn gefühlt
Ich habe letztens eine Frage bei Facebook gelesen. Da ging es eigentlich um die Lage des Trensengebisses und dass eigentlich nicht, wie früher üblich gelehrt, drei Falten am Maulwinkel entstehen sollten, sondern das Gebiss locker am Maulwinkel anliegen soll.
Ist eigentlich auch irgendwie logisch. Wenn man sich selber mit den Fingern mal die Mundwinkel nach hinten zieht, ist das auch kein sehr angenehmes Gefühl, erst recht nicht für längere Zeit. Außerdem geht sämtliche Sensibilität verloren, wenn die Maulwinkel unter Dauerzug stehen.
Naja, die Frage war jedenfalls, wie man es denn mache, wenn das Pferd Hengstzähne hätte. Dann stoße ja das Gebiss dagegen.
Das ist natürlich völlig richtig. Und ein schönes Beispiel dafür, dass man Kompromisse im Leben eingehen muss.
Man darf natürlich nicht auf Kosten des Schmerzes am Hengstzahn die Maulwinkel entlasten, sondern muss einen guten Mittelweg finden, das Gebiss für das Pferd möglichst angenehm zu verschnallen. Pedro ist auch so ein Kandidat. Er hat eine relativ kurze Maulspalte, was das Ganze natürlich noch mal etwas erschwert, weil das Gebiss sehr weit vorne zum liegen käme, wenn man nur auf die Falten schaute.
Aber da ist dann dieser vermaledeite Hengstzahn im Weg. Deswegen wird das Gebiss etwas kürzer geschnallt, um keinen Kontakt zum Hengstzahn zu provozieren und dafür nehme ich dann eben auch eine Falte in Kauf.
Also einfach mal ins Pferdemaul schauen, und gucken, wie das Gebiss liegt. :)
Ist eigentlich auch irgendwie logisch. Wenn man sich selber mit den Fingern mal die Mundwinkel nach hinten zieht, ist das auch kein sehr angenehmes Gefühl, erst recht nicht für längere Zeit. Außerdem geht sämtliche Sensibilität verloren, wenn die Maulwinkel unter Dauerzug stehen.
Naja, die Frage war jedenfalls, wie man es denn mache, wenn das Pferd Hengstzähne hätte. Dann stoße ja das Gebiss dagegen.
Das ist natürlich völlig richtig. Und ein schönes Beispiel dafür, dass man Kompromisse im Leben eingehen muss.
Man darf natürlich nicht auf Kosten des Schmerzes am Hengstzahn die Maulwinkel entlasten, sondern muss einen guten Mittelweg finden, das Gebiss für das Pferd möglichst angenehm zu verschnallen. Pedro ist auch so ein Kandidat. Er hat eine relativ kurze Maulspalte, was das Ganze natürlich noch mal etwas erschwert, weil das Gebiss sehr weit vorne zum liegen käme, wenn man nur auf die Falten schaute.
Aber da ist dann dieser vermaledeite Hengstzahn im Weg. Deswegen wird das Gebiss etwas kürzer geschnallt, um keinen Kontakt zum Hengstzahn zu provozieren und dafür nehme ich dann eben auch eine Falte in Kauf.
Also einfach mal ins Pferdemaul schauen, und gucken, wie das Gebiss liegt. :)
Dienstag, 7. August 2018
Auf los geht´s los...
Ok. Ich habe lange nichts geschrieben. Das ist der Tod eines jeden Blogs. Wer möchte denn schon einen Blog lesen, der nur alte
Beiträge enthält und nichts Neues hervorzaubert? Eben.
Ich möchte den Blog aber gerne wieder aufleben lassen. Das
hat mehrere Gründe.
Zum einen hat Pedro jetzt endgültig in den Rentenstatus
gewechselt. Ich möchte all jenen, die auch einen Rentner zuhause haben, zeigen,
was ich so mache. Ganz oben steht sicherlich die Handarbeit, die ich in
Absprache mit meinem Reitlehrer, Herrn Weiß (wer es vergessen hat ;)), mache.
Es schaut nicht nach viel aus, aber es reicht, um die Muskulatur zu erhalten
und ihn nicht noch mehr in die Breite gehen zu lassen. Außerdem tut ihm die
Beschäftigung sichtlich gut.
Dann habe ich noch eine neue Reitmöglichkeit erhalten. Queen
ist eine zuckersüße, wenngleich auch unglaublich… stutige Quarter-Araber-Stute.
Inzwischen sechs Jahre alt, hat sie das 1x1 noch nicht so richtig – oder
sogar falsch - gelernt. Sie verkriecht(e) sich anfangs nur hinter dem Zügel, ohne
den Schenkel auch nur im Ansatz anzunehmen. Sie kannte nur Gas und Steh (das
zum Glück zuverlässig) (und ja, wirklich Steh. nicht langsamer oder ruhiger).
Ich reite sie 2 x wöchentlich dressurmäßig auf dem Reitplatz
und manchmal mache ich noch ein drittes Mal Equikinetik mit ihr. Was das ist,
darauf werde ich auch noch eingehen. Ich finde es eine super spannende Sache,
die ich für mich entdeckt habe und mit der ich mich künftig sicherlich noch
intensiver beschäftigen werde. Die restliche Zeit geht sie mit ihrer Besitzerin
ins Gelände, wo sie vor allem viel Klettern darf.
Aber so viel zu meinem erneuten Willkommensposting. Der Plan
ist: Mit viel Bildern, Videos und schlauen Worten ;) den Blog möglichst
lebendig und praxisnah zu halten. Der Anspruch bleibt: Ich bin kein Profi,
der zeigt, wie es gemacht werden soll, sondern ein ganz normaler Pferdefreund
und Reiter, der nur ein bisschen anregen möchte, was man mit seinem Pferd alles
unternehmen kann.
Bis hoffentlich regelmäßig und bald :)
Alexa
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